Die Geschichte der Kaltwalzindustrie in Hohenlimburg ist geprägt von den Tälern der Nimmer und Nahmer. Dieser Täler gelten als Geburtsstätte der heutigen Kaltwalzerei in Hohenlimburg.
Schon im 14. Jahrhundert verarbeiteten "Osemund-Hammerwerke" das hier erschmolzene Eisen zu einem begehrten Handelsartikel. Denn die besondere Weichheit des "Osemund-Eisens" wurde bei der Weiterverarbeitung sehr geschätzt.
So fand man es nicht nur auf den Eisenmärkten zu Köln und Soest, in den Zollregistern flandrischer und englischer Städte, sondern auch als "Märkisches Osemund" im gesamten Ostseeraum.
In den heimischen Tälern machten sich fleißige "Zöger" die verschwenderische Wasserkraft und die Besonderheit des "Osemund" zunutze, um Draht zu ziehen. Bald kamen sie auf die Idee, den Draht auf einfachen, geschmiedeten Walzen zu formen, um präziser und günstiger fertigen zu können.
Diese Walzen waren jedoch nach kurzer Zeit abgenutzt und mußten immer wieder erneuert werden.
Da gelang es dem noch jungen Alfred Krupp nach vielen mißlungenen Versuchen erstmals im Jahre 1830 gehärtete und geschliffene Tiegelstahlwalzen herzustellen. Das erste Paar lieferte er an Johann Peter Hüsecken.
Ein neues Zeitalter der Kaltwalzerei hatte begonnen und im Laufe der Jahre wurde die Kaltwalztechnik ständig optimiert und verfeinert.
Bei aller Faszination des Fortschritts sollte man nie vergessen, daß der Konzeption und Konstruktion moderner Walzanlagen Erfahrungswerte von Generationen zugrunde liegen.
Diese traditionellen Werte haben wir in eine aktuelle Technologie integriert, weil wir einem Qualitätsurteil aus dem Jahre 1804 weiterhin entsprechen möchten: "...daß der Limburger Drath im Ganzen genommen von vorzüglicher Güte ist."





